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8. Bildungssystem in Deutschland

8.	Bildungssystem in Deutschland

Die"Hochschule" ist das Äquivalent zum"IUT" in Frankreich.

Es gibt Unterschiede in mehreren Aspekten, vor allem aber bei den Zeitplänen.

 

  • In Frankreich wählen wir einen Kurs, in dem wir uns spezialisieren wollen, und wir folgen diesem für 2 Jahre an der IUT mit Pflichtkursen, es gibt keine Unterschiede zwischen den Studenten für die Kurse, die wir besuchen. In Deutschland gliedert sich jedes Semester in zwei Semester, die Pflichtveranstaltungen, die die Studierenden absolvieren müssen, und die Spezialisierung als (Internationales Management, B2B-Mareketing...). Sie können auch andere Kurse hinzufügen. Sie können jeden beliebigen Zeitplan erstellen. Zudem sind die Lehrveranstaltungen nicht nach Jahren, sondern nach Semestern gegliedert. Es ist viel flexibler als in Frankreich. Sie können ein Marketingsemester und dann ein Buchhaltungssemester absolvieren oder eine Semesterpause dazwischen einlegen. Es gibt keine Jahre zu validieren wie in Frankreich. Dies impliziert jedoch, dass es keine"Beförderung" gibt, die Ihnen jedes Jahr folgt, so dass es auf der Ebene der Freundschaften schwieriger ist.
  • Ein weiterer Unterschied besteht in den Prüfungen und der Kreditvalidierung. In Frankreich muss jeder alle Prüfungen ablegen und eine Havarie-Grosse erlaubt es zu sagen, ob der Student sein Semester bestätigt hat oder nicht. In Deutschland können die Schülerinnen und Schüler wählen, wann sie jedes Thema schreiben wollen. So ist es z.B. möglich, ein oder zwei Semester nach dem Besuch dieses Kurses eine Prüfung abzulegen. Sie erhalten Kredit für ein Thema erst, nachdem sie es bestanden haben; Subjekte kompensieren sich nicht gegenseitig.
  • Die Kurse beginnen im Oktober bis Anfang Februar für das Wintersemester mit zwei Wochen Ferien zu Weihnachten, dann haben wir zwei Monate Ferien zwischen den beiden Semestern, dann beginnt das Sommersemester wieder im April bis Ende Juli.
  • Was ich wirklich schätzte, war, dass die LehrerInnen die umgekehrte Pädagogik verwendeten. Das bedeutet, dass es Sache der Studierenden ist, die Informationen zum Thema des Kurses zu recherchieren und in Kleingruppen zu präsentieren. So gab es viele Präsentationen und nicht und Vorträge, in denen der Lehrer den ganzen Kurs rezitiert. Es gab nicht wirklich irgendeinen Theorieunterricht zu lernen. Was wir lernen, wird sofort umgesetzt. In Deutschland haben wir nicht viele Stunden Unterricht pro Woche, sondern persönliche Arbeit zu leisten. Viele deutsche Studenten haben auch einen Studentenjob. Es ist bekannt, dass in Deutschland Erfahrungen bevorzugt werden. Viele Schüler sind älter. In meiner äquivalenten Klasse eines bac+3 muss das Durchschnittsalter 24 Jahre betragen haben, während es in Frankreich 20/21 Jahre betragen würde. Tatsächlich zögern die Deutschen nicht, ein Jahr nach dem Abitur eine Lücke zu schließen, um zu reisen oder zu arbeiten. Das ist in Frankreich nicht sehr verbreitet. Ich habe auch festgestellt, dass in Deutschland das Studium weitaus weniger elitär war als in Frankreich, es gibt kein solches Universitäts- oder Schulsystem mit einem guten Ruf, in das man nur schwer einsteigen kann.

Außerdem ist die Beziehung zu den Lehrern sehr einfach. Es gibt Respekt und Nähe. Unser Marketingprofessor, der auch Vizepräsident der Universität ist, lud uns in sein Haus ein, um mit meinen Klassenkameraden eine internationale Party zu feiern. Es war eine informelle Party, er wollte sie nur mit uns teilen.

 

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